
Georgischer Wein: 8.000 Jahre in Einer Flasche
Die Welt entdeckt gerade das älteste Weinland der Erde. Georgien macht Wein seit über 8.000 Jahren — und die Methoden, die heute hier angewandt werden, sind so alt wie die Geschichte selbst.
Die Qvevri-Methode
Das Herzstück des georgischen Weins ist der Qvevri — ein eiförmiges Tongefäß, das in die Erde eingegraben wird. Der Wein fermentiert darin mit Schalen, Kernen und Stielen (Maische) für Monate. Das Ergebnis ist ein tanninhaltiger, orangefarbener Weißwein, der in der Weingastronomie der Welt gerade als "Amber Wine" Furore macht.
Kachetien — Das Herz des georgischen Weins
Kachetien im Osten Georgiens ist die wichtigste Weinregion. Die Alazani-Ebene, flankiert von den Ausläufern des Großen Kaukasus und dem Kleinen Kaukasus, produziert die bekanntesten georgischen Rebsorten:
- Rkatsiteli — die Königin der weißen Trauben Georgiens
- Saperavi — die wichtigste rote Rebsorte, intensive Farbe und Tannine
- Kisi — für elegante Amber Wines
- Mtsvane — frisch und aromatisch
Kleinwinzer abseits des Mainstreams
Die interessantesten Weine kommen nicht von den großen Kellereien, sondern von Kleinerzeugern in Dörfern wie Signagi, Telavi und Kvareli. Familienbetriebe, die ihre Weinberge seit Generationen bewirtschaften und Wein nach traditioneller Methode keltern.
Weintourismus in Kachetien
Kombinieren Sie Weinverkostungen mit Klosterbesuchen. Das Kloster Bodbe und die Festungsstadt Gremi liegen mitten in den Weinbergen. Das Château Mukhrani bietet Führungen und Verkostungen in einem historischen Fürstenpalast.
Unser Tipp
Besuchen Sie Kachetien zur Weinlese im Oktober — die Rtveli-Feier ist eines der lebendigsten Volksfeste Georgiens. Familien laden Fremde ein, gemeinsam zu ernten und zu feiern.